Der "ab Preis" versteht sich als unverbind-liches Preisangebot pro Person mit eigener Anreise ab min. 20 Teilnehmern ohne Zusatzleistungen. Bus- Flug- oder Bahn- anreise werden individuell angeboten. Auf Ihre Anfrage hin erhalten Sie ein anhand Ihrer Teilnehmerzahl und Ihren sonstigen Angaben exakt kalkuliertes unverbindliches Angebot.
1. Tag: Anreise - Genua
Durch die Landschaften Oberitaliens reisen Sie an die ligurische Küste an. Am frühen Nachmittag Einschiffung auf die Fähre nach Tunis. Abfahrt am späten Nachmittag.
2. Tag: Tunis - Hammamet
Am frühen Nachmittag Ankunft in Tunis. Nach Erledigung der Einreiseformalitäten erwartet Sie der Reiseleiter. Über den Trans-Africa-Highway fahren Sie nach Hammamet.
3. Tag: Ausflug Kairouan
Es geht in das Landesinnere Tunesiens nach Kairouan. Kairouan ist eine Stadt mit großer geschichtlicher Vergangenheit und Traditionen. Ihre Medina (UNESCO-Weltkulturerbe) und die religiösen Monumente sind gut erhalten. Sie faszinieren durch den Aspekt des Authentischen. Als erste Hauptstadt des islamischen Maghreb galt Kairouan als eine der größten Städte des Mittelmeerraums, bevor es zu einer heiligen Stadt wurde. Kleine weiße Kuppeln blitzen immer wieder zwischen den Terrassen auf. Das Zeichen für Zaouias, Bauwerke, die Heiligen und islamischen Geistlichen gewidmet wurden. Die Zaouia von Sidi Saheb ist eine der wichtigsten und eine der anmutendsten Monumente aus dem 17. Jh. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Kairouan ist allerdings die Große Moschee, die Sidi Oqba-Moschee, eine der ältesten der Welt, die aufgrund ihrer besonderen Architektur mit dem beinahe, wie ein antiker Leuchtturm wirkendes Minarett, und ihrem majestätischen Hof, der von Arkaden umgeben ist. Dieses Bauwerk erinnert an die Pracht der aghlabidischen Emire, den großen Herrscher des 9. Jh. Bekannt ist Kairouan auch für seine Teppichkunst. Hier wird geknüpft, geknotet und gewebt und das in allen Farben und Materialien – von den typischen Kairouanmotiven zu den bunten Berberkelims. Eine große Vielfalt an Teppichen kann man im ONAT (Offie National de l’Artisanat Tunisien/Staatliches Büro für Kunsthandwerk) in der Medina von Kairouan bewundern. Von Kairouan fahren Sie in den Norden nach Thuburbo Majus. Der Ort wurde im Jahre 27 v. Chr. unter Kaiser Augustus Gauhauptstadt (pagus wie civitas). Es wird aber vermutet, dass der Ort schon von Berbern und später Phöniziern bewohnt worden sein könnte. 128 n. Chr. war er unter Hadrian zur Stadt mit Bürgerrechten (municipium) avanciert und erreichte zwischen 150 und 250 seine Blütezeit. Sein Reichtum beruhte vorwiegend auf dem Handel zwischen dem Landesinneren und den Küstenstädten. Die Einwohnerzahl bewegte sich nach Schätzungen zwischen 7.000 und 12.000 Menschen. 188 bewilligte Kaiser Commodus der Stadt offiziell den Status einer Kolonie mit dem Namen Colonia Julia Aurelia Commoda. Gegen Ende des 3. Jh. ging ihre Bedeutung zurück. Kaiser Konstantin versuchte eine Restaurierung der noch etwa 1.000 Einwohner umfassenden Stadt. Es kam wieder zu einem Aufschwung in der nun als Res Publica Felix Thuburbo Majus bezeichneten Stadt. Ihre Bedeutung sank unter den Vandalen und die spätere Invasion arabischer Krieger, die den Islam verbreiteten, auf jene eines Dorfes. Durch Erdbeben wurde die Ansiedlung schwer zerstört. Der französische Archäologe Charles Tissot entriss die Stätte 1857 der Vergessenheit. Auf ihrem Kapitol haben vier beeindruckende, wieder aufgestellte 8,50 m hohe korinthische Säulen die Zeiten überdauert. Zu Füßen des Tempels befand sich ein säulenumreihtes Forum von 45 m im Quadrat. Dem Gott Mercurius war ein von acht Säulen umgebener kreisrunder Tempel geweiht. Überreste von Sommer- wie auch Winterthermen mit wertvollen Bodenmosaiken zeugen von der Badekultur in römischer Zeit. Die wertvollsten Fundstücke von diesem ehedem großen antiken Standort sind in das Bardo-Museum von Tunis gebracht worden. Dazu zählt der Kopf einer sieben Meter hohen Jupiter-Statue und Mosaike. Rückfahrt nach Hammamet.
4. Tag: Ausflug Cap Bon
Die Halbinsel Cap Bon nimmt den äussersten Nordosten des Landes ein und wird wegen des vielfältigen Landschaftsbildes als Garten Tunesiens bezeichnet. Die Cote du Soleil ist eine Steilküste, die eine Aussicht bis nach Karthago ermöglicht. Bei einer Rundfahrt kommen Sie dann nach Korbous, dem bedeutendsten Thermalbad Tunesiens, wo schon in der Antike die Römer badeten. Auf dem Weg zur Spitze der Insel kommt man durch zahlreiche Fischerorte, die hauptsächlich vom Thunfischfang leben. Sehenswert sind die Römischen Grotten bei El Haouaria, wo Sklaven Steinblöcke aus den Schächten schlugen und diese dann nach Karthago verschifften. Eine schöne Aussicht bietet der Djebel Abiod, bevor die Ausgrabungen von Kerkouane eine Besictigung wert sind. Es handelt sich um die grösste bisher gefundene punische Stadtanlage. In Kelibia ist die dortige Festung interessant, die schon in byzantinischer Zeit entstand und bei gutem Wetter einen Blick bis nach Sizilien ermöglicht. Nabeul ist zwar ein Touristenzentrum, hat aber seinen ursprünglichen Charakter der durch Kunsthandwerk wie Töpferei, Parfümherstellung, Stickerei und Weberei geprägt ist, nicht verloren. Lohnenswert ist ein Bummel durch die Souks, wo diese Waren angeboten werden, ein Abstecher zum Kamelmarkt am Freitag und das archäologische Museum.
5. Tag: Ausflug Tunis und Carthago
Es geht zunächst in die tunesische Hauptstadt. Das Stadtbild von Tunis ist geprägt vom starken Kontrast zwischen der orientalischen Altstadt und der europäisch anmutenden Neustadt. Die Altstadt (Medina) von Tunis wurde im 9. Jahrhundert von den Aghlabiden angelegt und im 13. Jahrhundert von den Hafsiden umgestaltet. Sie gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die heute von etwa 20.000 Menschen bewohnte Medina hat eine Ausdehnung von 1500 * 800 m und zeigt den üblichen Aufbau arabischer Altstädte mit einem unregelmäßigen Netz aus verwinkelten Gassen. Im Zentrum der Medina steht die Ez-Zitouna-Moschee, nach der Großen Moschee von Kairouan die wichtigste Moschee Tunesiens. Die Ez-Zitouna-Moschee geht im Kern auf das 9. Jahrhundert zurück, wurde jedoch mehrfach umgebaut und erweitert. Rings um die Moschee erstreckt sich das Marktviertel. Traditionell ist jeder der Souks (Marktgassen) einem bestimmten Wirtschaftszweig zugeordnet, z. B. den Parfümhändlern (Souk el Attarine), Schuhhändlern (Souk el Blaghija) oder Stoffhändlern (Souk des Étoffes). Der zentrale Bereich der Souks ist heute stark auf den Tourismus eingestellt, die Marktgassen in den Randbereichen der Medina werden jedoch vornehmlich von den einheimischen Bewohnern frequentiert. Die Place de la Victoire mit dem ehemaligen Stadttor Porte de France (Bab el Bhar) liegt an der Grenze zwischen Altstadt (Medina) und Neustadt (Ville Nouvelle). Die Neustadt liegt zwischen der Medina und dem See von Tunis und wurde im 19. Jahrhundert von den Franzosen angelegt. Die Straßen bilden ein regelmäßiges Schachbrettmuster und auch die Architektur der Gebäude mutet europäisch an. Hauptachse der Neustadt ist die über 1,5 km lange Prachtstraße Avenue Habib Bourguiba, die von Geschäften, Cafés und Hotels gesäumt wird. Etwa vier Kilometer westlich der Innenstadt liegt der ehemalige Villenvorort Le Bardo. Hier befindet sich der von den Hafsiden im 15. Jahrhundert angelegte und von den türkischen Beys im erweiterte Palastbezirk. Die Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Residenz des Beys beherbergt heute das tunesische Parlament. In den Räumen des ehemaligen Harems ist das Nationalmuseum von Bardo untergebracht. Anschliessend fahren Sie nach Carthago. Karthago Mit seine palmen- und eukalyptusgesäumten Alleen, den Villen und Gärten voll roter Hibiskusblüten und lila Bougainvilleen ist Karthago wohl der schönste Vorort der Hauptstadt. Von der einst berühmtesten Stadt Nordafrikas und ihrer tausendjährigen glanzvollen Geschichte sind jedoch nur spärliche, zum Teil weiträumig verstreute Überreste erhalten. Die Stadt wurde mutwillig vernichtet, über ein Jahrtausend als Steinbruch benutzt und Mitte des 19.Jhr.s modern überbaut. Trotzdem lohnt sich ein Besuch dieser geschichtsträchtigen Stadt, da einige kulturhistorische bedeutende Bauwerke vor allem aus der Römerzeit erhalten geblieben sind. Die Ausgrabungsarbeiten wurden 1857 begonnen und sind bis heute noch nicht beendet. Im Jahr 1974 startete die UNESCO mit großem finanziellem Aufwand eine Rettungsaktion für eine der bedeutendsten Stätten der Menschheitsgeschichte. seitdem konnten die Ausgrabungsareale ständig erweitert werden. Bisher wurden insgesamt drei Epochen der Stadtentwicklung nachgewiesen: eine frühe Siedlung mit kleinen, einheitlich orientierten Lehmziegelhäusern, darauf eine dichter bebaute Erweiterung zur Großstadt mit rechteckig geschnittenen Insulae, Zisternen und einem dreifachen Festungsgürtel, schließlich die letzte Blütezeit bis zum Untergang. Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des römischen Karthago sind die Überreste der Thermen des Antoninus Pius mit dem angegliederten Archäologischen Park. Sie liegen in dem Gelände zwischen der Avenue Habib Bourgiba und dem Meer. Die gewaltige Ruinenanlange nimmt eine Fläche von annähernd 18.000 qm ein. Damit waren die 146-162 n.Chr. erbautet Thermen die größten außerhalb Roms. 389 wurden Sie umfassend restauriert, stürzten jedoch vermutlich infolge baulicher Mängel in den folgenden Jahren in sich zusammen und wurden in den darauffolgenden Jahrhunderten als Steinbruch genutzt Leider sind heute nur noch die Mauern des Untergeschosses, die wegen der Küstenlage besonders tief fundiert worden waren, sowie an der Westseite ein über beide Geschosse gehendes Bauteil erhalten. Der Archäologische Park wurde 1953 hinter den Thermen angelegt. Sein Besuch vermittelt einen Überblick über die gesamte Stadtgeschichte Karthagos, u.a. punische Gräber aus dem 6. und 5. Jh.v.Chr., eine fünfschiffige Basilika des Dioumes aus dem 6. Jh.n.Chr. sowie eine hierher verlegte, unterirdische Grabkapelle aus dem 7.Jh.n.Chr. Rückkehr nach Hammamet.
6. Tag: Hammamet
Geniessen Sie den Tag am Meer. Wie wäre es mit einem Besuch der Medina in Hammamet?
7. Tag: Hammamet - Sidi Bou Said - Tunis
Über den Trans-Africa-Highway fahren Sie in den Raum Tunis und weiter nach Sidi Bou Said. Das malerische andalusische Dorf Sidi Bou Said liegt auf einem Felsen des Cap Carthage, der hier 100m tief zum Mittelmeer hin abfällt. Seine Bekanntheit in Europa verdankt es den drei jungen Malern Paul Klee, August Macke und Lois Moillet, die während einer Tunesienreise 1914 sein Ortsbild auf berühmt gewordenen Bildern festhielten. Weiß gekalkte Häuser sowie das Cafe des Nattes mit einem schönen Minarett im Hintergrund bestimmen das Ortsbild. Mittlerweile gehört Sidi Bou Said in den Sommermonaten zu den am häufigsten Orten in Tunesien. Am oberen Ende des Hauptplatzes steht das weltberühmte Cafe des Nattes, dessen Fassade August Macke in seinem Gemälde „Blick auf eine Moschee“ (1914) festgehalten hat. Seit damals hat sich weder im äußeren Erscheinungsbild noch an der Einrichtung dieses klassischen maurischen Cafehauses Grundlegendes verändert. Am höchsten Punkt des Dorfes, unterhalb des Leuchtturms, befindet sich die Zaouia (das Mausoleum) des Ortsheiligen. Das Minarett wurde von den Osmanen errichtet. Von hier oben bietet sich ein unvergleichlich schöner Blick über den Golf von Tunis, das Cap Bon, zum in der Ferne aufragenden Djebel Zaghouan, nach Karthago und nach Tunis. Im Dorf selber herrscht Fahrverbot. Es existiert ein städtischer Parkplatz in der Nähe des Hauptplatzes. Am Nachmittag Einschiffung auf die Fähre nach Genua. Übernachtung auf See.
8. Tag: Heimreise
Gegen Mittag erreichen Sie die ligurische Hafenstadt. Antritt der Heimreise.
Tunesien
Schlagen Sie mit uns die wichtigsten Kapitel im Geschichtsbuch Tunesiens auf! Bei dieser Reise sehen wir die Reste Karthagos, die eindrucksvollen Stätten der Römer und die altehrwürdige Stadt Kairouan. Wie für ein Bild geschaffen sind Weingärten, Olivenhaine und Palmenoasen, mittelalterlich anmutende Berberdörfer und zukunftsweisende Strandresorts. Sie gewinnen einen guten Einblick in die Geschichte und Gegenwart Tunesiens und erleben das neue Tunesien. Eine Reise voller neuer Eindrücke.
Alternativ Flugan-/abreise:
Für Gäste die nicht die An- und Abreise per Fähre machen möchten, können wir alternativ die Flugan- und -abreise anbieten. Abweichende Leistungen von der Busreise: *Linienflüge mit Tunis Air oder einer anderen IATA-Fluggesellschaft in der Economy-Class *Deutschland - Tunis - Deutschland *Transfer Flughafen - Hotel - Flughafen *Deutsch sprachige Assistenz Flughafen - Hotel
Hotels der gehobenen Mittelklasse: diese Hotels entsprechen dem, was man von sehr guten 3* oder bewährten 4*-Hotels erwartet. Zumeist mit eigenem Restaurant. Wir haben z.B. alle Novotel-Hotels in Polen in diese Kategorie einsortiert.
Hotels der guten Mittelklasse: diese Hotels entsprechen dem, was man von bewährten 3*-Hotels erwartet. Die Hotels sind auf Gruppen eingestellt und freuen sich auf Ihre Gäste.
Hotels der Premium-Kategorie: Bevorzugen Sie lieber den Standard internationaler 4*-Hotels, dann ist diese „Ihre“ Kategorie. Mindestens ein Restaurant oft auch Freizeiteinrichtungen sind vorhanden. Wir haben z.B. alle Mercure-Hotels in diese Kategorie